• EINSAMKEIT AUFLÖSEN

    Tipps gegen Einsamkeit. Die Deutschen werden immer einsamer - was Sie tun können, wenn Sie sich einsam fühlen.

Die Deutschen werden immer einsamer. Das deutet zumindest die Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der FDP an. Gaben im Jahr 2008 noch rund 8,6 Prozent der Befragten zwischen 45 und 84 Jahren an, sich einsam zu fühlen, waren es 2017 bereits 9,2 Prozent.

In diesem Artikel:

  • Wann ist es Alleinsein und wann Einsamkeit?
  • Soziale und emotionale Einsamkeit – das sind die Unterschiede
  • Gründe für Einsamkeit
  • Was tun bei Einsamkeit?

Auch Kinder und Jugendliche fühlen sich schon einsam: laut KiGGS-Studie 4,2 Prozent der Elf- bis 17-Jährigen oft oder immer, 27,6 Prozent manchmal oder selten. Das ist nicht nur kein schönes Gefühl, Einsamkeit kann auch der Gesundheit schaden. Es lässt sich aber etwas gegen die emotionale oder soziale Isolation tun.

WANN IST ES ALLEINSEIN UND WANN EINSAMKEIT?

Es gibt einen großen Unterschied zwischen Alleinsein und Einsamkeit. Kurzgefasst: Alleinsein ist, wenn man niemanden um sich hat. Unabhängig davon, wie man sich dabei fühlt. Einsam sein ist eine tief empfundene Emotion. Man kann sich auch dann einsam fühlen, wenn man in einer Partnerschaft lebt, eine Familie hat oder sich in einem Raum voller Menschen befindet.

Jemand, der nicht sehr gesellig und gern auch mal allein ist, kann ein sehr erfülltes Leben führen, weil er sozial eingebunden ist. Alleinsein ist auch nicht die Vorstufe von oder eine Voraussetzung für Einsamkeit. Jemand, der allein ist, kann sich emotional durchaus wohlfühlen. Jemand, der einsam ist, nicht. Einsame Menschen fühlen sich elend und isoliert, ihnen fehlen die sozialen Kontakte, ein Umfeld, das ihnen das Gefühl der Zugehörigkeit gibt. Ein solches Umfeld können zum Beispiel Familie, Freunde oder auch eine Kirchengemeinde, ein Sportverein oder ein Ehrenamt sein.

DARUM GIBT ES DAS GEFÜHL VON EINSAMKEIT

Gegen Einsamkeit ist niemand immun. Dieses Gefühl ist uns in die DNA gebrannt. Denn der Mensch ist ein soziales Wesen und das Gefühl, einsam zu sein, war von der Evolution vermutlich dafür vorgesehen, „von der schützenden Herde“ abgespaltene Menschen zu aktiveren und dazu zu bringen, wieder sozialen Anschluss zu suchen. Das war früher überlebenswichtig. Und auch heute klappt das mit dem Kontakte knüpfen oft gut, wenn der „Leidensdruck“ groß genug ist. 

Zum Beispiel schließen viele nach einem Umzug bald neue Bekanntschaften unter den Kollegen oder Kommilitonen. Der Antrieb, sich ein soziales Sicherheitsnetz aufzubauen, ist auch entsprechend hoch, denn Einsamkeit, so schreibt der Psychologe John T. Cacioppo in seinem Buch „Einsamkeit“, aktiviere dieselben Hirnareale wie körperliche Schmerzen. Und die möchte man für gewöhnlich ja auch so schnell wie möglich loswerden. Der Experte glaubt, das Gefühl, einsam zu sein, sei ein Warnsignal. Also an sich noch nichts Schlechtes. Gefährlich wird Einsamkeit dann, wenn jemand es aus eigener Kraft nicht schafft, sich daraus zu befreien.

EINSAMKEIT: KEINE HARMLOSE SACHE

Auch die Bundesregierung führt in ihrem oben genannten „Einsamkeits-Dokument“ verschiedene Studien an, die darauf hindeuten, dass Einsamkeit auf Dauer die Gesundheit beeinträchtigen kann. Einsame Menschen haben zum Beispiel ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Demenz und Bluthochdruck. Zudem macht Einsamkeit Depressionen, Angststörungen und andere psychische Krankheiten wahrscheinlicher und führt häufiger in den Suizid und zu einem frühen Tod.

Forschern der amerikanischen Brigham Young University zufolge hat Einsamkeit einen ähnlichen Effekt auf die Lebenserwartung wie Fettleibigkeit, körperliche Inaktivität oder Rauchen. Jede Menge triftige Gründe, um alles daranzusetzen, die Einsamkeit zu überwinden.

SOZIALE UND EMOTIONALE EINSAMKEIT – DAS SIND DIE UNTERSCHIEDE

Die Psychologie unterscheidet zwischen zwei Formen der Einsamkeit: der sozialen Einsamkeit und der emotionalen Einsamkeit. Erstere beschreibt das Gefühl, nicht dazu zu gehören. Sozial einsame Menschen haben keine Gruppe, kein soziales Netz, dem sie angehören. Ein Bericht auf der Webseite des Deutschlandfunks beschreibt diese Form der Einsamkeit mit „als stünde man hinter einer unsichtbaren Wand“.

Emotionale Einsamkeit bedeutet, dass sich jemand einsam fühlt, obwohl er Menschen um sich hat, zu denen er eigentlich gehört, das ist zum Beispiel der Fall, wenn jemand seinem Partner nicht mehr nah fühlen kann. Das Schwierige: Einsamkeit ist immer subjektiv, es handelt sich um eine Art „innere Einsamkeit“. Für Menschen, die sich einsam fühlen, zählt es nicht, ob sie tatsächlich, bzw. objektiv gesehen, einsam sind. Wann das Gefühl der Einsamkeit auftritt, ist kulturell verschieden. Experten glauben, dass sich Menschen, die in Gesellschaften aufwachsen, in denen Gemeinschaft eine sehr wichtige Rolle zugeschrieben wird, schneller einsam fühlen als solche, in denen das nicht der Fall ist. 


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GRÜNDE FÜR EINSAMKEIT

Ursachen, um sich einsam zu fühlen, gibt es verschiedene. Ein Faktor ist wohl das Alter. Dabei gilt jedoch nicht „je älter, desto einsamer“. Die Forscherinnen Maike Luhmann und Louise Hawkley kommen in ihrer Studie „Age differences in loneliness from late adolescence to oldest old age“ (übersetzt etwa: Altersunterschiede in Bezug auf Einsamkeit von jungen Erwachsenen bis hin zu sehr alten Menschen) aus dem Jahr 2016 zu dem Schluss, dass das Gefühl der Einsamkeit nicht linear verläuft und auf keine Altersgruppe beschränkt ist, wohl aber bei jungen Erwachsenen und sehr alten Menschen ausgeprägter ist. Das könnte daran liegen, so die Wissenschaftlerinnen, dass in diesen Gruppen das Einkommen niedriger und die Anzahl an Singles höher ist. Körperliche Einschränkungen führten ebenso öfter in die Isolation.

Auch die zunehmende Digitalisierung spielt anscheinend eine Rolle. Gerade junge und jüngere Menschen verbringen zunehmend mehr Zeit online und mit Computerspielen. Zwar können soziale Netzwerke auch Kontakte ermöglichen, beim „Daddeln“ und Surfen findet jedoch kein interpersoneller Austausch statt. Kommunikation und Gruppengefühl? Fehlanzeige.

Zudem hat die individuelle Persönlichkeit Einfluss darauf, ob und wie schnell wir uns einsam fühlen. Wer tendenziell negativ, pessimistisch und ängstlich ist, fühlt sich eher einsam als jemand, der offen und positiv durchs Leben geht. Auch das Geschlecht spielt mit hinein: Der Studie „Einsamkeit in Deutschland“ zufolge, die 2014 vom Marktforschungsinstitut Harris Interactive und dem Webportal Wahlverwandtschaft e.V. durchgeführt wurde, gibt es große Unterschiede zwischen den Geschlechtern, „wobei Männer mehr Einsamkeitsgefühle äußern als Frauen“. Die Erklärung der Studieninitiatoren: Frauen nutzten ein breiteres Spektrum an Aktivitäten, z. B. Fernsehen, Spazieren gehen, in die Arbeit stürzen, Ausgehen etc., um sich weniger einsam zu fühlen.

Desweiteren kann auch die sich verändernde Gesellschaft das Gefühl der Einsamkeit verstärken. Es gibt mehr Singles, mehr kinderlose Paare und Familien leben häufig in verschiedenen Städten oder Ländern.

Die Studie Einsamkeit in Deutschland unterscheidet vier Einsamkeitstypen:

  • Workaholics
  • Einsame Partner
  • Alt und in sich gekehrt
  • Verletzliche Frauen

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WAS TUN BEI EINSAMKEIT? TIPPS FÜR DEN ALLTAG

Einsamkeit kann sich lähmend anfühlen. Es ist jedoch wichtig, sich bewusst zu machen, dass man aktiv etwas gegen das Gefühl der Isolation unternehmen kann, zum Beispiel:

HERAUSFINDEN, WAS EINSAM MACHT

Warum sich jemand einsam fühlt, kann verschiedene Ursachen haben. Laut der „Einsamkeit in Deutschland“-Studie sind es beim Workaholic hauptsächlich, dass er beruflich stark eingespannt ist, kein gutes Verhältnis zu den Kollegen hat und sich auf der Arbeit ausgeschlossen fühlt. Beim alten, in sich gekehrten Menschen sind es u. a. eingeschränkte Mobilität, der Verlust eines Partners oder wenig Geld/Möglichkeiten. Bei verletzlichen Frauen führt die Angst vor Ablehnung und Verletzung oft zu Einsamkeitsgefühlen, zu Verunsicherung durch Kindheitsprobleme oder zu genereller Zurückhaltung und Antriebslosigkeit. Manche Faktoren sind schwerer anzugehen als andere. Aber wer sich bewusst ist, warum er sich einsam fühlt, kann zumindest gezielt aktiv werden.

GUT ZU SICH SELBST SEIN

Einsame Menschen sind meist unsicher. Weil sie keinen Anschluss finden, gelangen sie oft zu der Überzeugung, nicht liebenswert zu sein. Eine negative Grundhaltung, derer Sie sich dringend entledigen sollten. Kümmern Sie sich um sich selbst, verwöhnen Sie sich mit Kleinigkeiten wie dem Lieblingsgericht oder -lied, machen Sie sich Ihre guten Seiten bewusst.

KONTAKT SUCHEN

Wissenschaftler Manfred E. Beutel von der Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg Universität Mainz hat festgestellt, dass es schon genügt, oberflächlichen Kontakt zu anderen Menschen zu haben, um sich weniger einsam zu fühlen. Beobachten Sie deshalb, was um Sie herum geschieht und suchen Sie gezielt nach Ansatzpunkten für einen unverbindlichen Smalltalk: Fragen Sie im Supermarkt den Verkäufer, wo die Spülmaschinen-Tabs stehen, verbrüdern Sie sich mit jemandem auf dem Bahnsteig, der ebenfalls auf den verspäteten Zug wartet oder bieten Sie jemandem Ihre Hilfe an. Letzteres tut der Seele besonders gut. Also: Wenn Sie das nächste Mal jemanden sehen, der sich mit Kinderwagen an Treppen abmüht oder verloren mit der Stadtkarte an einer Straßenecke steht: ansprechen und helfen.

SOZIAL ENGAGIEREN

Apropos helfen – sich sozial zu engagieren ist laut des Hilfsdienstes Malteser ein hervorragendes Mittel gegen Einsamkeit. Übernehmen Sie ein Ehrenamt im Sportverein, geben Sie Essen an Bedürftige aus oder führen Sie Tierheim-Hunde spazieren. Bei solchen Gassirunden ist es zum Beispiel gar nicht so unwahrscheinlich, dass sie mit anderen Hundefreunden ins Gespräch kommen.

ONLINE GEHEN

Nein, hier ist nicht sinnloses Surfen oder exzessives Online-Gaming gemeint. Nutzen Sie die neuen Medien, um Kontakt zu entfernt wohnenden Verwandten und Freunden zu halten. Ein Kontakt per WhatsApp, E-Mail oder Facebook (Messenger) ist besser gegen Einsamkeit als gar keine Interaktion.


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