• NONVERBALE KOMMUNIKATION

    Worauf Sie achten sollten und Tipps für Ihre Kommunikation

Non für nicht und verbal für wörtlich – die Bezeichnung „nonverbale Kommunikation“ erklärt sich quasi von allein. Es ist jede Art der Kommunikation, die ohne Worte oder bewusste Gesten (wie z. B. bei der Gebärdensprache) auskommt und die der Gesprächspartner aus der Körpersprache herauszulesen kann. Das Gabler Wirtschaftslexikon beschreibt nonverbale Kommunikation als „alle Formen der Kommunikation (Sprach), die sich nicht auf eine sprachliche Informationsvermittlung stützen. Informationen können über alle Sinne kommuniziert werden z.B. durch, Musik, Bilder, Geruch, Geschmack sowie Gesten und Körperhaltung.“

In diesem Artikel:

  • Kommunikation: nonverbal, verbal und paraverbal
  • Die Potenziale und Risiken nonverbaler Signale
  • Übungen für nonverbale Kommunikation

Das heißt, wir kommunizieren immer und überall. Denn immer senden wir unbewusste Signale bzw. Botschaften durch Körpersprache, Ausdruck und Haltung, die unser Umfeld interpretiert. Ob wir wollen oder nicht. Darin liegen Chancen, aber auch Risiken – wie viel von was, hängt auch davon ab, wie bewusst man sich der Tatsache ist, dass und wie wir nonverbal kommunizieren. Und das lässt sich lernen.

KOMMUNIKATION: NONVERBAL, VERBAL UND PARAVERBAL

Experten gehen davon aus, dass der größte Teil unserer alltäglichen Kommunikation nonverbal abläuft: geschätzt bis zu 90 Prozent. Nur etwas zehn Prozent macht die verbale Kommunikation aus, also das gesprochene Wort.

Dadurch, dass die nonverbale Kommunikation für gewöhnlich unkontrolliert erfolgt und spontan, wird sie für authentischer gehalten als die verbale Kommunikation, die der Betreffende durch seine Wortwahl, gezielte Aussagen und Stimmlage mit etwas Übung bewusst steuern kann. Verbale und nonverbale Kommunikation unterscheiden sich also darin, dass bei Letzterer nicht gesprochen wird. Kommuniziert wird aber sehr vor, zum Beispiel durch:

BLICK

Schaut uns unser Gegenüber in die Augen? Wenn ja, wie geschieht das? Starrt er oder sie, hält er oder sie interessierten Blickkontakt, wirkt er oder sie genervt oder gelangweilt (Augenrollen)?

GESICHTSAUSDRUCK

Die Mimik kann viel über das verraten, was der andere fühlt oder denkt. Die Augenbrauen zusammenzuziehen, die Lippen aufeinander pressen, die Augen zu Schlitzen verkleinern, zitternde Nasenflügel ... als das kann darauf hindeuten, dass unser Gegenüber nicht mit dem einverstanden ist, was wir gerade tun oder sagen. Nach oben gezogene Mundwinkel, ein zugewandter Oberkörper und aufmerksam geöffnete Augen können dagegen Interesse und Zustimmung signalisieren.

KÖRPERHALTUNG

Die Gestik, also die Körperhaltung und -bewegungen sind ebenfalls ein wichtiger Kanal der nonverbalen Kommunikation. Die Haltung und das Gestikulieren lassen sich zwar einüben, sicher und auch in Situationen, in denen sie nervös, aufgeregt und gestresst sind, beherrschen ihre Gesten aber meist nur geübte Redner, Politiker oder Schauspieler.

Wem ist es nicht schon passiert, dass er im Gespräch oder bei einem Telefonat genervt mit den Fingern auf der Tischplatte getrommelt oder in einer hitzigen Diskussion aggressiv mit dem Finger auf die Gegenpartei gezeigt hat, ohne es zu merken? Gesten können das Gesagte aber auch unterstreichen und Emotionen unterstützen. Ein „Willkommen“ mit ausgebreiteten Armen wirkt noch wärmer, raumgreifende, langsame Schritte wirken souverän. Vor der Brust verschränkte Arme gelten dagegen als ein Zeichen von Abwehr.

BERÜHRUNGEN

Dazu gehört zum Beispiel eine verständnisvoll auf den Unterarm gelegte Hand. Sie kann auch ein gesprochenes „Ich fühle mit dir, ich verstehe dich.“ Verstärken. Das Berühren des Oberarms seines Gegenübers beim Händeschütteln ist ein weiteres Beispiel für die nonverbale Kommunikation über Berührungen, es bedeutet: „Du bist mir sympathisch.“ Kalte, schwitzige Hände lassen dagegen auf Aufregung und Nervosität schließen.

ERSCHEINUNGSBILD

Wie sieht die Frisur aus? Sind die Haare streng zurückgebunden oder -gegelt? Ist das Make-up stark oder dezent? Ist der Schmuck protzig, billig oder passt er zu Träger, Outfit und Anlass? Trägt sie als Kleidung Bluse oder T-Shirt, er Anzug oder Schlabberlook? Welches Parfüm bzw. welchen Geruch können Sie wahrnehmen? Selbst ein Schlüsselanhänger oder Geldbeutel kann an andere Menschen nonverbale Signale senden – und zu Rückschlüssen auf den Charakter verleiten. Sie können im Extremfall also auch nonverbal mit jemand anderem kommunizieren, wenn Sie gar nicht im Raum sind.

Paraverbale Kommunikation

Auch wenn es abwegig klingt: Ein Sonderfall der nonverbalen Kommunikation ist alles Stimmliche außer dem Inhalt des Gesagten. Das umfasst zum Beispiel Aspekte wie die Sprechgeschwindigkeit, wie jemand etwas betont, die Sprachmelodie der Stimme und die Pausen, die jemand beim Sprechen macht. All das geschieht in den allermeisten Fällen unbewusst und kann auf eine Person sympathisch wirken, eine andere aber misstrauisch machen, weil sie zum Beispiel den Tonfall als „gekünstelt“ empfindet. Diese Art der Kommunikation bezeichnen Experten auch als paraverbale Kommunikation.


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DIE POTENZIALE UND RISIKEN NONVERBALER SIGNALE

Wer sich dessen bewusst ist, dass er permanent mit anderen kommuniziert, kann dies für sich nutzen. Zum einen im privaten Bereich, um neue Kontakte zu knüpfen. Zum anderen aber auch im beruflichen Kontext. Das beginnt beim Bewerbungsgespräch und hört mit dem Auftritt beim Kunden noch lange nicht auf. Wichtig ist, dass die verbale und die nonverbale Kommunikation zusammenpassen.

So lässt sich dem Gegenüber beispielsweise nicht glaubhaft versichern, wie überzeugt wir vom neuen Produkt sind, wenn wir es dabei nicht schaffen, ihm in die Augen zu schauen oder uns die ganze Zeit im Nacken oder an der Nase kratzen. Eine aufrechte Haltung des Körpers wirkt selbstbewusst. Aber die Wirkung gilt nicht nur für das Gegenüber: Der amerikanischen Sozialpsychologin Amy Joy Casselberry Cuddy zufolge macht eine aufrechte Haltung denjenigen, der sie einnimmt, tatsächlich selbstbewusster.

Sie können sie also in gewisser Hinsicht zu Ihrem Vorteil nutzen. Ein Grund mehr, sich mit nonverbaler Kommunikation zu beschäftigen. Unterstützen können Sie ein selbstbewussteres Auftreten übrigens mit MindVisory Audioprogrammen wie Selbstvertrauen Turbobooster oder Selbstbewusstsein steigern. Aber Vorsicht: Das nonverbale Kommunikations-Parkett ist auch mit etwas (Basis-)Wissen ziemlich rutschig - insbesondere bei der Verständigung mit anderen Kulturen. So bedeuten bestimmte Gesten in unterschiedlichen Kulturen etwas anderes, teils etwas Gegenteiliges. Ein Dialekt oder Akzent kann jemanden in der Wahrnehmung des Empfängers unsympathisch oder gar dümmlich wirken lassen. Eines der gefährlichsten Risiken ist aber, zu glauben, man könne nonverbale Kommunikation fälschen, um einen anderen Eindruck zu erzeugen.

Das geht früher oder später schief, da wir nie alle Regungen unter Kontrolle haben werden – und erst recht nicht beeinflussen können, wie etwas auf andere Menschen wirkt. Deshalb gilt: bewusst machen, ja; kontrollieren, nein.


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ÜBUNGEN FÜR NONVERBALE KOMMUNIKATION

Sich nonverbale Kommunikationsfaktoren bewusst zu machen und diese zu verinnerlichen, ist schwierig, aber nicht unmöglich. Diese Tipps können Ihnen dabei helfen.

ACHTSAM SEIN

Als erster Schritt können Sie damit beginnen, bewusst darauf zu achten, wie Sie oder andere sich in bestimmten Situationen verhalten. Vielleicht können Sie sich ja sogar in einem Gespräch einmal auf Video aufnehmen. Dann haben Sie die Möglichkeit, sich selbst (immer wieder) beim nonverbalen Kommunizieren zu beobachten und Ihr Verhalten zu analysieren. Wie viel und wann gestikulieren Sie? Wie ist Ihre Körperhaltung? Wie sprechen Sie? Wie ist Ihr Gesichtsausdruck? Was könnte das bedeuten? Achten Sie danach in ähnlichen Situationen bewusst darauf, die nonverbalen Faktoren anders zu machen, die Sie als unpassend empfunden haben – und schauen Sie, wie der andere reagiert.

HALTUNG KONTROLLIEREN

Ein guter Ansatzpunkt, um an seiner nonverbalen Kommunikation zu arbeiten, ist die Körperhaltung. Schlicht, weil sie weniger subtil und unbewusst ist als beispielsweise die Mimik. Sitzen Sie gerade, wenden Sie sich Ihrem Gegenüber zu, offener Oberkörper (Arme nicht verschränken) und legen Sie Ihren Kopf beim Zuhören leicht schräg. Das signalisiert Interesse und Offenheit. Ein in den Nacken gelegter Kopf wirkt dagegen eher herablassend.

ABSTAND HALTEN

Auch wenn Ihnen Ihr Gegenüber noch so sympathisch ist, respektieren Sie seinen oder ihren persönlichen Bereich. Näher als 60 Zentimeter bzw. auf eine Armlänge Distanz sollten Sie anderen (außer mit Erlaubnis dem Partner, den Kinder und engen Freunden) nicht kommen. Je weniger gut Sie die andere Person kennen, desto größer sollte der Abstand sein. Er darf dann auch mal doppelt so groß werden.

DEN ANDEREN SPIEGELN

Wenn Sie sich unsicher sind, hilft eine Sache meistens: Das Gegenüber in dessen nonverbalen Kommunikation nachzuahmen. Bei der sogenannten Spiegeltechnik oder auch dem Chamäleon-Effekt passen Sie sich zum Beispiel der Sprechgeschwindigkeit, Haltung und Mimik des anderen (feinsinnig) an und vermitteln ihm so Verständnis und Sicherheit. Denn Menschen haben ein grundsätzliches Bedürfnis nach Harmonie. Warum dies also nicht nutzen?


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