• NLP IN DER KOMMUNIKATION: REPRÄSENTATIONSSYSTEME UND REPRÄSENTIERENDE PRÄDIKATE

    Um die Welt wahrzunehmen und sie innerlich wieder zu repräsentieren, nutzen Sie 5 Repräsentationssysteme

REPRÄSENTATIONSSYSTEME

Um die Welt wahrzunehmen und sie innerlich wieder zu repräsentieren, nutzen Sie Ihre fünf Sinne. Im NLP bezeichnen wir diese Kanäle, über die Sie Erlebnisse und Informationen aufnehmen und abspeichern, als Repräsentationssysteme. Es geht um das Sehen, Hören, Fühlen, Riechen und Schmecken.

5 Sinne und viele Eindrücke

Im NLP sprechen wir oft von VAKOG. Damit ist nicht mehr und nicht weniger gemeint als Ihre fünf Sinneskanäle, die auch als Repräsentationssysteme bezeichnet werden.

V = Visuell (sehen)

A = Auditiv (hören)

K = Kinästhetisch (fühlen)

O = Olfaktorisch (riechen)

G = Gustatorisch (schmecken)

Alle Erfahrungen, Erinnerungen und auch Ihr aktuelles Erleben finden in diesen Kanälen statt und werden dort verarbeitet. Sie erleben und speichern sie als Kombinationen von Bildern, Tönen, Gefühlen, Gerüchen und Geschmackserlebnissen. 


Die erste Erfahrung

Menschen erfahren sich und die Welt, in der sie leben, durch die Primärmodalitäten der fünf Sinne ... Sehen, Hören, Fühlen, Riechen und Schmecken. Die sensorischen Modalitäten, mit denen Menschen Informationen verschlüsseln, organisieren, abspeichern und aufgenommenen Informationen Bedeutung geben, werden als Repräsentationssysteme bezeichnet. Nachdem die sensorischen Wahrnehmungen internal verarbeitet (repräsentiert) werden, werden sie in entsprechende sensorische Repräsentationen (oder innere Landkarten) übersetzt, die ein Abbild oder eine Synthese des Originals der aufgenommenen Informationen in Kraft setzen. Dies scheint ziemlich offensichtlich zu sein, und es ist sehr wichtig, sich daran zu erinnern ... die „Realität“ und unsere Wahrnehmung von „Realität“ sind nicht das gleiche... Die Landkarte ist nicht da Gebiet.

Auszug aus Struktur der Magie I, von Richard Bandler


Bevorzugte Repräsentationssysteme

Sie benutzen ständig alle Repräsentationssysteme, wobei Sie sich dessen nicht zwingend bewusst sein müssen und mit hoher Wahrscheinlichkeit ein oder mehrere Kanäle gegenüber anderen bevorzugen. Das ist natürlich auch situativ unterschiedlich. Vergleichen Sie zum Beispiel den Besuch eines Museums mit dem Hören von Musik.

Es gibt allerdings auch generelle Präferenzen für Kanäle. Wenn Sie zum Beispiel zu den Menschen gehören, die oft einen inneren Dialog führen, Dinge mit sich selbst ausdiskutieren oder Argumente und Dialoge im Kopf wiederholen bzw. planen, ist der auditive Kanal ein wichtiger Kanal für Sie. Oder Sie gehören zu den Menschen, die sich sehr schnell Bilder machen und Ideen und Gedanken am besten nachvollziehen und erinnern können, wenn sie Visualisierung sehen. 

Damit verknüpft können unterschiedliche Talente und Fähigkeiten sein. Es erfordert beispielsweise ein sehr gutes auditives Vorstellungsvermögen, um zu komponieren. Im Fall von Beethoven war dies sogar selbst mit schlechtem physischen Hörvermögen möglich, denn er komponierte in den späteren Jahren mehr und mehr nach seinem inneren Gehör. Sportler brauchen hingegen ein gutes kinästhetisches Gespür und ein Fotograf muss in der Lage sein, sich Fotos und Bilder vorzustellen und so zu guten Bildkompositionen zu kommen. 

Den oder die bevorzugten Repräsentationskanäle kannst du bei dir und anderen Menschen leicht anhand der Wortwahl herausfinden. Menschen, die den visuellen Repräsentationskanal bevorzugen, nutzen in ihrer Kommunikation bevorzugt visuelle Prädikate. Das sind Adjektive, Verben und Adverbien, die Menschen verwenden, um ihr inneres Erleben zu repräsentieren. Visuelle Prädikate sind zum Beispiel: „sehen, einleuchten, klar, fokussieren" usw.  

REPRÄSENTIERENDE PRÄDIKATE

Subjekt, Prädikat, Objekt – diese Formel bezeichnet die Grundgliederung eines Aussagesatzes in Deutscher Sprache. Das Prädikat ist dabei laut Duden-Definition der „die Struktur des Satzes bestimmende Satzteil, der eine Aussage über das Subjekt macht.“ Von einem Prädikat sprechen wir außerdem, wenn es darum geht, die Qualität von Gütern einzuordnen, soziale Ränge zu bezeichnen, Eigenschaften und Kategorien zuzuweisen, kurz: etwas Abstraktes greifbar(er) zu machen.

In der Neurolinguistischen Programmierung (NLP) sind Repräsentierende Prädikate Wörter des Vorganges (Verben, Adverbien, Adjektive), die Menschen in ihrer Kommunikation nutzen, um ihre inneren Erlebnisse auszudrücken, sie konzentrieren sich also auf Wahrnehmung. Diese Prädikate können unspezifisch sein oder auch sinnesbasiert. In letzterem Fall spricht man von VAKOG. Diese Abkürzung steht für Visuell, Auditiv, Kinästhetisch, Olfaktorisch und Gustatorisch, die fünf Sinneskanäle oder auch Modalitäten. In der NLP dient das VAKOG-Modell dazu, Erlebnisse möglichst lebendig werden zu lassen und die Sinne fein einzustellen. Bei den meisten Menschen ist ein Kanal oder eine Kombination aus zweien stärker ausgeprägt als die anderen.

WARUM SIND REPRÄSENTIERENDE PRÄDIKATE WICHTIG?

Die repräsentierenden Prädikate sind zudem der Schlüssel zu klarerer, umfassenderer Wahrnehmung und zu besserer, zielgerichteterer Kommunikation. Denn mit etwas Übung können Sie anhand der Prädikate, die Ihr Gegenüber verwendet, Rückschlüsse darauf ziehen, was für ein Typ er ist. Visuelle Typen verstehen zum Beispiel besser, wenn man im Gespräch mit möglichst lebendigen, bunt ausgeschmückten Bildern spricht. Auditiv geprägte Menschen mögen klingende Begriffe. In der NLP sind repräsentierende Prädikate und deren Erkennen beispielsweise eine Möglichkeit, mit anderen Menschen in fruchtbaren Dialog zu treten und sie durch ein Gespräch zu führen, sie auszugleichen und zu spiegeln.


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WELCHER TYP SIND SIE?

Um herauszufinden, welcher Sinnestyp Sie selbst sind und um vertrauter mit dem VAKOG-Modell zu werden, schreiben Sie einmal eine Erinnerung oder Geschichte aus Ihrem Leben auf. Am besten eine, mit der Sie emotional etwas verbinden. Beschreiben Sie zum Beispiel Ihre alte Schule, wie die Lehrkraft aussah, was Sie in der Pause gegessen und gespielt haben oder erzählen Sie von einem besonders schönen Urlaubstag. Denn wenn wir für etwas Begeisterung, Leidenschaft oder lebhaftes Interesse aufbringen, wird unsere Sprache automatisch lebendiger. Wir schmücken die Sätze aus, um die Bilder vor unserem inneren Auge für den Leser oder Zuhörer nachvollziehbar zu machen. Bringen Sie den Text aufs Papier ohne groß nachzudenken, lassen Sie die Worte fließen. Danach gehen Sie durch den Text und markieren mit den Buchstaben V, A, K, O und G die jeweiligen Repräsentierenden Prädikate, die Sie verwendet haben. Beispiele für diese Satzteile in den verschiedenen Kanälen sind zum Beispiel folgende: 

VISUELL (SEHEN)

abbilden, analysieren, ansehen, Ansicht, anvisieren, auffällig, Aussicht, begutachten, bemerken, beobachten, berücksichtigen, Bild, Blickfeld, demonstrativ, Einsicht, erkennen, erscheinen, flüchtig blicken, fokussieren, Illusion, Illustrierung, inspizieren, Klarheit, Schauplatz, sehen, Sicht, Sichtweise, skizzieren, träumen, Überblick, überprüfen, verdecken, verschwommen, Vision, vorhersehen, Vorstellung, Vorschau, zeigen

AUDITIV (SAGEN, HÖREN)

anhören, artikulieren, ausplaudern, Ausruf, aussprechen, befragen, behaupten, belehren, bekanntgeben, bemerken, berichten, betonen, brüllen, dämpfen, deutlich, diskutieren, erkundigen, erwähnen, etwas äußern, führen, Geräusch, hörbar, hören, Hörweite, interviewen, klingeln, kommunizieren, Konversation, kreischen, lärmend, lauschen, laut, missklingend, mündlich, quatschen, Quietschen, Rufweite, Ruhe, sagen, schreiend, schrill, Schweigen, singend, sprachlos, sprechen, Stille, stimmlich, Unruhe, unstimmig, unterhalten, vermelden 

KINÄSTHETISCH (FÜHLEN, HANDELN)

aktiv, angebunden, angreifen, bedrängen, beeinflusst, begreifen, belasten, be-rühren, beständig, Bewegung, drängen, eilig, einfühlsam, emotional, empfindlich, entwickeln, erfassen, erhärten, erhitzt, fest, fühlen, gefühllos, grundlegend, halten, handfest, hängen, hart, im Fluss, Intuition, kaltschnäuzig, krümmen, oberflächlich, panisch, rau, sich regen, schubsen, stabil, stoßen, strukturiert, tragbar, unempfindlich, unterstützen, unter Druck, unter Spannung, untragbar, unruhig, verhaspeln, verschoben, weich, zurückhaltend

OLFAKTORISCH (RIECHEN, GERUCH ERZEUGEN)

Aroma, ätherisches Öl, beißend, Duft, Duftstoff, Dunst, Geruch, modrig, muffig, Parfum, riechen, scharf, schimmelig, stechend, stinken, verrottet 

GUSTATORISCH (SCHMECKEN, GESCHMACK ERZEUGEN)

angenehm, bitter, fade, köstlich, lecker, pikant, salzig, sauer, scharf, spritzig, süß, verbrannt, würzig

Neben den VAKOG-Prädikaten gibt es noch einige unspezifische, die keinen Sinneskanal betreffen. Um diese beziehungsweise Ihren Gesprächspartner dennoch einordnen zu können, bitten Sie Ihr Gegenüber, diese unspezifischen Prädikate zu konkretisieren, indem Sie nachfragen, zum Beispiel „Was genau bedeutet das?“, „Wie meinen Sie das konkret?“ 

Zu den unspezifischen Prädikaten gehören unter anderem:

Aktiviert, denken, entscheiden, erwägen, funktionieren, indizieren, kreieren, managen, motivieren, nachdenken, organisieren, planen, teilnehmen, verstehen, vorbereiten, wiederholen, wissen

Wenn Erfahrungen beschrieben werden, nutzen Menschen Prädikate, die diesen am nächsten kommen. Wenn der praktizierende NLPler aufdeckt, welches Repräsentationssystem beim Klienten am häufigsten vorkommt, hat er Informationen und Hypnosetechniken, die er effektiv für seine Kommunikation nutzen kann. (Siehe auch Patterns, Vol.1, pp. 68-86, und Structure of Magic, Vol. II, Part I). 

Übrigens arbeitet dieses Repräsentationssystem nicht unbedingt nur über Worte. Auch Mimik und Gestik können wertvolle Hinweise darüber geben, auf welchen Sinneskanal der jeweilige Gesprächspartner am meisten anspricht. Eine Bewegung der Augen nach links oben deutet zum Beispiel darauf hin, dass visuell etwas ins Gedächtnis gerufen wird, wandert der Blick nach links unten, ist das oft ein Zeichen dafür, dass der Mensch in einen inneren Dialog geht und den auditiven Kanal nutzt. Es lohnt sich also, im Umgang mit anderen Menschen mindestens zwei Sinneskanäle bewusst offen zu halten: Augen und Ohren.

REPRÄSENTATIONSPHRASEN

Neben den Repräsentationsprädikaten gibt es auch ganze Phrasen, die als Metaphern genutzt werden um die innere Repräsentation des Erlebens bestmöglich auszudrücken. Nachstehend finden Sie einige der weit verbreiteten Phrasen:

VISUELL (SEHEN)

Auge um Auge, aus der Vogelperspektive, den Anschein wahren, den Durchblick haben, durch die rosarote Brille sehen, ein schwaches Bild abgeben, eine Szene machen, einen Einblick bekommen, einen Trick durchschauen, eine weiße Weste haben, Einsicht gewinnen, etwas erscheint einleuchtend, etwas erscheint vor dem inneren Auge, etwas in Augenschein nehmen, etwas ist farblos und blass, freude-strahlend, fotografisches Gedächtnis, gelb vor Neid sein, einen Geistesblitz haben, im Dunkeln tappen, im Trüben fischen, in Anbetracht, im Angesicht von, in gutem Licht erscheinen, ins Nichts starren, jmd. anschwärzen, jmd. erscheint etwas, kurzsichtig sein, klar sehen, mentales Bild, mit seinen Fähigkeiten glänzen, mit Voraussicht planen, sich ein Bild von etwas machen, sich einen Überblick verschaffen, sich etwas ausmalen, tiefen Einblick haben, umsichtig sein, undurchsichtige Verhältnisse, Unklarheiten beseitigen, Vorbild sein, Zusammenhänge erkennen

AUDITIV (HÖREN)

Auf die Zwischentöne achten, bis ins Detail beschrieben, den richtigen Ton treffen, die Stimme der Vernunft, die Wahrheit sagen, ein offenes Ohr haben, ein gutes Wort für jemanden einlegen, eine ansprechende Sache, eine gute Resonanz haben, einen kritischen Unterton heraushören, Einspruch erheben, etwas bleibt ungehört, etwas ist nichtssagend, etwas ist tonangebend, etwas klingt gut, etwas klingelt bei jmd., glockenklar, in Hochstimmung sein, in vollkommener Harmonie leben, jmd. sein Ohr leihen, Krach haben, laut und deutlich, mit sich im Einklang sein, nicht zu Wort kommen, Rücksprache halten, sang- und klanglos verschwinden, sein Programm herunterleiern, sich auf etwas einstimmen, sich klar ausdrücken, sich von etwas lossagen, viel Lärm um nichts machen, Wort für Wort

KINÄSTHETISCH (FÜHLEN)

Alles fest im Griff haben, Anhaltspunkte geben, cool bleiben, den wunden Punkt treffen, die Karten auf den Tisch legen, dranbleiben, ein Problem mit sich herum-tragen, ein Problem anpacken, ein Thema streifen, erhitzte Argumentation, etwas begreifen, etwas schlägt auf den Magen, Fingerspitzengefühl beweisen, greifbare Fakten haben, große Erleichterung verspüren, Hand in Hand, in Kontakt mit etwas kommen, jmd. den Rücken stärken, jmd. nicht folgen können, jmd. unter die Arme greifen, mit einer Idee schwanger gehen, Neuland betreten, Schwamm drüber, Selbstkontrolle, sich in die Hände von jemandem begeben, Strippen ziehen, unter Druck setzen, von etwas beeindruckt sein

OLFAKTORISCH (RIECHEN)

Das riecht nach, den Braten riechen, der Duft der großen Welt, die Nase voll haben, die Nase in fremde Angelegenheiten stecken, eine Stinkwut haben, einen guten Riecher haben, eine Nase für etwas haben, jemandem etwas unter die Nase reiben, Morgenluft wittern, herumschnüffeln, in einem Unternehmen den Stallgeruch annehmen, in etwas hineinschnuppern, Schnupperveranstaltungen abhalten, sich gut riechen können, 

GUSTATORISCH (SCHMECKEN)

Die Schnauze voll haben, ein gefundenes Fressen, eine geschmackvolle Gestaltung haben, einen guten/schlechten Geschmack haben, eine delikate Angelegenheit, einen faden Beigeschmack haben, in den sauren Apfel beißen, in der Kürze liegt die Würze, jemandem etwas versüßen/vergällen, jemandem die Suppe versalzen, jemandem Honig um den Bart schmieren, pikante Details, sauer sein, sich etwas auf der Zunge zergehen lassen, sich geschmacklos benehmen, süß sein, verbittert sein, zuckersüßes Lächeln


Weitere Indizien für bevorzugte Wahrnehmungskanäle

VISUELLE MENSCHEN

  • erinnern sich leicht und schnell an Bilder und Szenen
  • müssen etwas sehen, um es zu verstehen
  • können sich vielleicht weniger gut an Gesagtes erinnern
  • sprechen schneller
  • achten auf Kleidung, Design etc.
  • bewegen sich tendenziell schneller

AUDITIVE MENSCHEN

  • lassen sich schneller von Geräuschen ablenken
  • können gut durch Zuhören lernen
  • sprechen ggf. mit sich selbst
  • empfinden die Stimme anderer Menschen als sehr wichtig
  • interessieren sich dafür, dass sich Dinge gut anhören

KINÄSTHETEN

  • haben es gern gemütlich (Tragekomfort ist bei der Kleidung zum Beispiel ein wichtiges Kriterium)
  • Dinge müssen sich für sie gut/richtig anfühlen
  • sprechen oft langsamer
  • atmen aus dem Bauch heraus
  • erinnern sich am besten an die Dinge, die sie gemacht haben

Hinweis: Sie sollten dies nicht als „Label" für sich oder andere benutzen, denn jeder Mensch verwendet im Normalfall alle Kanäle, einige Menschen jedoch manche davon mehr oder weniger stark bevorzugt.

Das Leitsystem

Neben Ihrem oder Ihren bevorzugten Repräsentationssystem(en), haben Sie auch ein Leitsystem oder Führungssystem. Darunter verstehen wir das System bzw. den Kanal, mit dem Sie Ihre Erinnerung am schnellsten wieder aufrufen.

Beispiel: Wenn Ihr bevorzugtes Repräsentationssystem kinästhetisch ist, können Sie sich sehr gut erinnern, wie Sie in bestimmten Situationen gefühlt haben und die Gefühle leicht wieder mit der Erinnerung hervorrufen. Ihr Leitsystem, also das, was Sie erinnern lässt, kann dabei visuell sein. Das heißt, um Zugang zu der Erinnerung zu bekommen, stellen Sie sich ein Bild oder eine Szene vor Ihrem inneren Auge vor und schon wissen Sie wieder, wie Sie sich in der Situation gefühlt haben.

Das Leitsystem können Sie vergleichen mit einem Schlüssel, der die Erinnerung für Sie aufschließt. Die Erinnerung selbst repräsentieren Sie dann vorrangig in Ihrem bevorzugten Repräsentationssystem. Wenn Ihr  führendes System zum Beispiel visuell ist und Ihr Leitsystem auditiv, können Sie sich allein beim Klang der Stimme des anderen schnell an ihn erinnern und denken insbesondere in Form von Bildern oder Szenen an ihn oder sie.

Dabei kann das Leitsystem oft unauffällig (aber notwendig) sein, sodass es nicht mal bewusst wahrgenommen wird. Einige Menschen sagen zum Beispiel, sie könnten sich keine mentalen Bilder machen. Dies bedeutet allerdings nur, dass sie sich diesen Bildern nicht bewusst sind, weil sie zum Beispiel sehr schnell und unbewusst den Weg zu ihrem bevorzugten Repräsentationssystem aufschließen. 

Überlappende Repräsentationssysteme

Wenn Sie eine innere Repräsentation Stück für Stück reicher und vollständiger machen wollen, können Sie die verschiedenen Repräsentationssysteme miteinander verbinden, indem Sie von einem System zum nächsten System und weiter zum nächsten System gehen usw. 

„Während Sie sehen, wie der Wind durch die Bäume weht, können Sie das Rauschen hören, und wenn Sie  nun einen tiefen Atemzug durch die Nase nehmen, können Sie vielleicht den speziellen Duft dieses Moments wahrnehmen und spüren …“

Manchmal ist es in der Kommunikation hilfreich oder sogar notwendig, eine in einem System repräsentierte Erfahrung in ein anderes Repräsentationssystem sprachlich zu überführen, um Verständnis für das Erlebte im Modell des anderen Menschen zu ermöglichen. 

Beispiel: Der Mann, der bevorzugt seine Erfahrungen kinästhetisch repräsentiert, kommt zu seiner Frau nach Hause, die ihrerseits ihre Erfahrungen bevorzugt visuell repräsentiert. Er kommt herein, lässt alles stehen und liegen und setzt sich gemütlich auf das Sofa. Sie sagt: „Sieh mal, was für eine Unordnung du hier überall hinterlässt. Das ist doch nicht schön.“ Er antwortet: „Du bist immer so ungemütlich.“ Um ihren Mann zu erreichen wäre es hilfreich, ihre visuelle Repräsentation in eine kinästhetische zu übersetzen. Zum Beispiel: „Wenn du überall benutzte Sachen herumliegen lässt, empfinde ich unser Haus so gemütlich wie eine Müllhalde.“


Übung: Ihr bevorzugtes Repräsentationssystem

Mit dieser Übung können Sie in 10 Minuten herausfinden, ob Sie ein bestimmtes Repräsentationssystem bevorzugen. 

Nehmen Sie sich einen Timer und stellen ihn auf 90 Sekunden.

Schreiben Sie 90 Sekunden lang visuelle Prädikate (Verben, Adjektive und Adverbien, z. B. sehen, einleuchtend, klar) auf. Danach für jeweils 1,5 Minuten auditive sowie kinästhetische Prädikate. Die gustatorischen und olfaktorischen Prädikate können Sie zusammenfassen und sich hierfür insgesamt 1,5 Minuten Zeit nehmen. Zählen Sie im Anschluss, wie viele Prädikate Sie je Wahrnehmungskanal notiert haben und nehmen Sie wahr, was Ihnen am leichtesten fiel. 

Je mehr Prädikate Ihnen zu einem bestimmten Kanal einfallen, desto mehr bevorzugen Sie diesen Kanal.

Wofür können Sie diese Erkenntnis nutzen? Wenn Sie einen Kanal besonders intensiv nutzen, kann es hilfreich sein, in Ihre Kommunikation bewusst Prädikate anderer Kanäle einfließen zu lassen. So werden Ihre Geschichten und Erzählungen für andere Menschen lebendiger und es fällt ihnen leichter, Ihnen zu folgen, da sie andere Wahrnehmungskanäle bevorzugen können. Es fällt jedem Menschen leichter zuzuhören, wenn der oder die eigenen bevorzugten Wahrnehmungskanäle in der Kommunikation angesprochen werden und sie nicht erst in ihr bevorzugtes System übersetzen müssen. 


So verbessern Sie schnell Ihre Kommunikation

Es fällt jedem Menschen leichter zu folgen, wenn der oder die eigenen bevorzugten Wahrnehmungskanäle in der Kommunikation angesprochen werden und sie die Inhalte nicht erst in ihr bevorzugtes System übersetzen müssen. In vielen Beziehungen, egal ob geschäftlich oder privat, ist das Kommunizieren in unterschiedlichen Repräsentationssystemen die Hauptursache für Un- oder Missverständnisse bis hin zum Scheitern der Beziehung. Beim andauernden Kommunizieren in unterschiedlichen Repräsentationssystemen entsteht quasi das Gefühl, dass der andere „in einer anderen Welt lebt".

Wenn Sie einen Kanal besonders intensiv nutzen, können Sie in Ihrer Kommunikation bewusst Prädikate anderer Kanäle einfließen lassen. So werden Ihre Geschichten und Erzählungen für andere Menschen lebendiger und es fällt ihnen leichter, Ihnen zu folgen. 

Wenn Ihr Gesprächspartner sehr stark in ein oder zwei Kanälen unterwegs ist, erleichtern Sie sein Verständnis, wenn Sie diese Kanäle mit Ihrer Sprache „matchen". Verwenden Sie hierzu bevorzugt Prädikate aus seinen bevorzugten Repräsentationssystemen. Hierdurch halten Sie damit den Rapport und eine verständnisvolle Atmosphäre aufrecht.

Realität, Repräsentationssysteme und Submodalitäten

Ihre Sinneswahrnehmungen werden auf verschiedene Arten durch das zentrale Nervensystem gefiltert, sodass Sie nur eine bestimmte Anzahl von Sinneswahrnehmungen bewusst wahrnehmen. Welche das sind, hängt auch von Ihrem persönlichen Filtern ab (Worauf achten Sie? Was glauben Sie?). Ohne diese neurologischen Filter wäre jeder Mensch von der Unmenge an irrelevanten Informationen um ihn herum überfordert.

Daraus folgt, dass Ihre bewusste Wahrnehmung notwendigerweise auf eine begrenzte Anzahl von Wahrnehmungen (Submodalitäten) beschränkt ist und die Repräsentation Ihrer wahrgenommenen Erfahrungen macht die Löschung einer großen Menge der sensorischen Wahrnehmungen notwendig.

Jede Repräsentation ist daher nur eine systematische Kodierung Ihrer wahrgenommenen Informationen über die „Realität“ und nicht die „Realität“ selbst. Die Organisation Ihrer Wahrnehmung innerhalb jedes Repräsentationssystems besteht aus kleineren, knapperen Einheiten, die als Submodalitäten beschrieben werden. Jede Ihrer Erfahrung wird von Ihnen auf dem Level der Submodalitäten repräsentiert, kodiert und abgespeichert. Hier finden Sie mehr zum Thema Submodalitäten.


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