• VERZEIHEN LERNEN

    Warum es so wichtig ist, verzeihen zu können und wie Sie dies lernen

Verzeihen. Ein großes Wort, das Wikipedia recht nüchtern definiert als „mentale Reaktion auf ein tatsächliches oder angenommenes Fehlverhalten anderer, durch die der Vergebende – unabhängig von Fragen nach Schuld, Schwere oder Folgen der Tat – die menschliche Unvollkommenheit anerkennt, um das Geschehene akzeptieren zu können.“ Was hier vollkommen rational klingt, ist meist gar nicht so einfach. Verzeihen und auch um Verzeihung bitten für einen Fehler, den man gemacht hat, fällt fast immer schwer. Denn es sind stets Gefühle, genauer: verletzte Gefühle, Kränkungen oder Enttäuschungen, im Spiel.

In diesem Artikel:

  • Warum ist verzeihen wichtig
  • Weshalb wir eigentlich verzeihen wollen ... und sollten
  • Darum ist Verzeihen trotzdem so schwer
  • Wie Sie lernen, zu vergeben

Derjenige, der als "Täter" um Verzeihung bittet, hat keine Garantie, dass der andere die Güte hat oder das Geschehene so objektiv bzw. ausreichend objektiver betrachten kann, um es zu akzeptieren. Derjenige, der verzeihen möchte, muss, damit er das Verzeihen wirklich fühlt und es nicht bei leeren Worten bleibt, einen Weg finden, um mit einer emotionalen Verletzung oder Kränkung umzugehen, für die er dem anderen die Schuld gibt. Warum eigentlich? Es ist doch toll einen Sündenbock zu haben, könnte man argumentieren. Doch wer nicht verzeiht, kann sich nicht vom Geschehenen lösen und Frieden finden – und das kann Folgen für das psychische und psychische Wohlbefinden haben. Das Gute: Auch wenn es nicht leicht ist, verzeihen lernen ist möglich.

WARUM IST VERZEIHEN WICHTIG

Wie bereits kurz angedeutet, kann es sich negativ auf unser Wohlbefinden auswirken, wenn wir es nicht schaffen, zu verzeihen. Zugegeben, manche Geschehnisse lassen sich nur schwer vergessen – egal, ob sie im beruflichen oder privaten Kontext passiert sind. Doch wenn wir sie immer und immer wieder gedanklich durchspielen, uns an Details festbeißen und uns hineinsteigern, wie ungerecht, respektlos, verletzend der Kollege, Freund oder Partner sich verhalten hat, dass der andere Schuld auf sich geladen hat, gerät in eine gefährliche Spirale. Der Blick dafür, was es alles Schönes gibt im Leben – sei es mit oder ohne denjenigen, der uns verletzt hat – geht verloren. Daher müssen wir den Schmerz, Wut, Hass und manchmal auch den Wunsch nach Rache loslassen.

„Am Zorn festhalten ist wie selbst Gift zu trinken und zu erwarten, dass der andere daran stirbt“, hat Buddha einmal gesagt. Und er hatte recht, denn wer die gleiche belastende Szene bzw. den Prozess der Verletzung immer wieder durchlebt, kommt nicht zur Ruhe. Auf Dauer wird er sehr wahrscheinlich schlechter schlafen, aggressiver und/oder misstrauischer mit seinem Umfeld umgehen ... oder das Gift, das er sich selbst verabreicht, sogar körperlich spüren: in Form von Kopf- und Bauchschmerzen, Erschöpfung oder einem hohen Blutdruck, zum Beispiel.

Von Herzen zu verzeihen und eine Entschuldigung anzunehmen, macht Gedanken und Seele frei von der Last des Grolls und der Schuldzuweisung und schafft Raum für positive Gefühle. Wer beschuldigt und am Zorn festhält, bleibt in der Vergangenheit gefangen. Wer es schafft, sich selbst zu verzeihen und/oder anderen, wendet den Blick nach vorn.

Weshalb wir eigentlich verzeihen wollen ... und sollten

Der Mensch ist darauf ausgelegt zu verzeihen. Darauf deutet das Ergebnis einer US-amerikanischen Studie der Universität Yale aus dem Jahr 2018 hin. In einem Test beobachteten die Probanden zwei Personen, die sie nicht kannten, dabei, wie sie folgende Aufgabe für sich lösten: Sie sollten Geld bekommen, aber nur, wenn sie bei anderen einen Elektroschock auslösten. Danach befragten die Wissenschaftler die Probanden, was sie von den Fremden hielten. Ganz klar stuften sie die Person, die den Elektroschock und damit das Geld abgelehnt hatte, als gut ein. Aber der andere Fremde, der den Elektroschock verabreicht hatte, war in der Wahrnehmung der Probanden nicht eindeutig schlecht. Und selbst wenn sie ihn als schlecht einstuften, änderten sie ihre Meinung wieder, wenn sie ihn etwas Gutes tun sahen.

Dies zeige eine grundsätzliche Neigung dazu, anderen einen Vertrauensvorschuss zu geben, erklärte Studien-Hauptautorin Molly Crockett. Der Grund: Der menschliche Verstand sei darauf ausgelegt, soziale Beziehungen zu erhalten. Oft geschehe etwas Schlechtes nämlich aus Versehen, weshalb es die Möglichkeit geben müssen, diesen negativen Eindruck zu korrigieren. Wäre dies nicht der Fall, zerbrächen die sozialen Bindungen und damit die Vorteile eines sozialen Gefüges.

Interessant: Experten glauben, dass die Fähigkeit zu vergeben bzw. wie ausgeprägt selbige ist, angeboren sein könnte. Studien zufolge verzeihen Menschen leichter, die einen kleineren Inselcortex oder eine weniger ausgeprägte untere Stirnwindung aufwiesen. Da der Hirnstoffwechsel veränderlich ist, ist es jedoch wohl auch die Fähigkeit zu verzeihen. Verzeihen lässt sich also verlernen – aber auch erlernen.


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DARUM IST VERZEIHEN TROTZDEM SO SCHWER

Wer verzeiht, muss negative Gefühle bewältigen, um negative Erfahrungen und Enttäuschungen zu überwinden. Er darf sie nicht nur wegschieben, sondern muss seinen Stolz überwinden und die Kränkung, dass ein anderer etwas getan hat, das ihn verletzt hat. Über seinen eigenen Schatten zu springen und Versöhnung zuzulassen, vielleicht sogar, ohne dass der andere sich entschuldigt hat, fällt schwer. Denn der Gerechtigkeitssinn wird protestieren: „Du kannst ihn nicht einfach so davonkommen lassen, er muss einsehen, was er angerichtet hat. Er muss es bereuen, sonst ist das Unrecht.“

Oft kommt erschwerend hinzu, dass wir schon eine konkrete Vorstellung davon haben, wie dieses zu Kreuze kriechen des anderen auszusehen hat, wie er sich verhalten, was er sagen, wie er dabei klingen muss. Weicht er davon ab – was fast zwangsläufig passieren wird, da er ja nicht weiß, was wir erwarten – zählt seine Entschuldigung für uns nicht. Selbst wenn sie ehrlich gemeint ist.

Neben Stolz und falschen Vorstellungen gibt es noch andere Faktoren, die es schwerer machen können, zu verzeihen:

  • Verlangen nach Bestrafung und Rache: Der andere muss genauso leiden wie wir selbst.
  • Angst vor Wiederholung: Wenn wir verzeihen, denkt der andere, es war nicht so schlimm und macht das Gleiche nochmal.
  • Falsch gedeutete Zustimmung: Verzeihen könnte der andere so auffassen, dass wir das, was er getan hat, nach einer gewissen „Schmollphase“ doch gar nicht so verkehrt finden.

Um nicht in die Spirale negativen Denkens zu geraten, die am Schluss allen Beteiligten (noch mehr) schadet, gilt es, loszulassen: weg mit den Rachegedanken, von denen der andere ohnehin nichts merkt. Weg mit den Schuldzuweisungen, sie bringen niemanden weiter. Um den Prozess des Loslassens anzustoßen und den ersten Schritt zu gehen, hilft es oft schon, sich bewusst zu machen, dass man auch verzeihen kann, wenn man die Dinge, die der andere getan hat, nach wie vor als Unrecht empfindet.

Es ist möglich, sich abzugrenzen oder sogar den Kontakt zum anderen abzubrechen – und dennoch zu verzeihen. Verzeihen heißt in diesem Fall, dass man an den anderen denken kann, ohne dass man wütend wird, Schmerz oder gar Hass empfindet. Machen Sie sich bewusst, welche guten Momente es mit der anderen Person gab, was Sie verbindet oder verbunden hat – und überlegen Sie, ob Sie aus dem Geschehenen nicht vielleicht sogar eine wertvolle Lehre mitnehmen können.


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WIE SIE VERZEIHEN LERNEN

Wer verletzt worden ist, darf wütend sein. Keine Frage. Aber niemand ist perfekt, auch wir selbst nicht. Deshalb und um uns selbst aus den folgenschweren Fängen des Grolls zu retten, sollten wir nach einer Weile des Zornigseins mit dem Prozess des Verzeihens beginnen und die Situation so, wie sie passiert ist, akzeptieren, um Frieden zu finden. Daran, dass sie passiert ist, lässt sich nichts mehr ändern, es hilft also nichts, sich noch damit zu beschäftigen und wieder und wieder in alten Wunden zu rühren.

Ja, das ist schwierig – und dass Verzeihen aus eigenem Antrieb heraus geschehen muss, macht es nicht einfacher. Aber es gibt ein paar Tipps, mittels derer es vielleicht ein bisschen einfacher wird, den Prozess des Verzeihens anzustoßen und wieder mehr Zeit und Muße für die schönen Seiten des Lebens zu haben:

SCHAUEN SIE VON AUSSEN AUF DEN VORFALL

Versuchen Sie, die Gefühle für einen Moment außen vor zu lassen. Gelingt Ihnen das nicht allein, holen Sie sich einen Vertrauten an die Seite, mit dem Sie den Vorfall möglichst sachlich durchgehen. Fragen Sie sich: Ist es dieser Vorfall wert, dass ich mich ärgere? Hat der andere es wirklich so gemeint? Wie wichtig ist es mir, dass der andere weiterhin in meinem Leben ist? Falls die Antwort „Nein“ sein sollte: Ein Audioprogramm wie Beziehungen lösen kann Ihnen dabei helfen, den anderen loszulassen.

ENTSCHEIDEN SIE SICH BEWUSST DAFÜR, ZU VERZEIHEN

Wissen Sie, wo Sie bezüglich des Vorfalls stehen, treffen Sie eine bewusste Entscheidung für den Prozess des Verzeihens. Verdeutlichen Sie sich dabei, dass das nicht heißt, dass Sie sich weiterhin oder wieder mit dem anderen vertragen müssen. Sie schauen sich lediglich den Vorfall nochmal an und akzeptieren ihn dann als das, was er ist: etwas Unangenehmes, das in der Vergangenheit passiert ist und dem Sie keine Macht über das Jetzt oder die Zukunft geben möchten. Und: Verzeihen Sie sich auch selbst dafür, dass Sie sich verletzen haben lassen. Sehr wahrscheinlich waren Sie nicht unbedarft oder naiv, sondern haben dem anderen lediglich vertraut. Eine Fähigkeit, die wichtig ist und das Leben so viel schöner und intensiver machen kann. Verurteilen Sie sich nicht dafür, vertraut zu haben, seien Sie stolz darauf!

ZEIGEN SIE EMPATHIE

Nagen der verletzte Stolz und der Rachedurst an Ihnen, versuchen Sie, sich in die andere Person hineinzuversetzen: Was wissen Sie über den anderen, was könnte erklären, warum er sich so verhalten hat? War es vielleicht nur ein Versehen, konnte die andere Person nicht wissen, wie sehr sie Sie damit verletzt? Wie hätten Sie in der jeweiligen Situation gehandelt? Welche Rolle haben Sie dabei gespielt, dass die Dinge so gelaufen sind, wie sie gelaufen sind? Welche Erfahrungen haben Sie ihn ähnlichen Situationen gesammelt? Achtung: Das heißt nicht, dass Sie sich die Schuld geben sollen, sondern, dass Sie versuchen sollten, die Angelegenheit aus einer anderen Perspektive als der des vermeintlichen Opfers zu sehen.

SETZEN SIE SICH NICHT UNTER DRUCK

Verzeihen ist kein Schalter, den man umlegt, es ist ein Prozess. Geben Sie den Dingen Zeit. Geben Sie sich Zeit: um zu akzeptieren, was vorgefallen ist, um zu verstehen, warum es vorgefallen ist, um zu erspüren, warum es Sie so verletzt hat. Geben Sie dem anderen die Möglichkeit, es wiedergutzumachen, wenn Sie das Gefühl haben, es tut ihm wirklich leid. Reden Sie mit ihm – oder gehen Sie bewusst auf Abstand. Spüren Sie in sich nach, was Ihnen dabei hilft, den verletzenden Vorfall anzunehmen und nach vorn zu schauen. Denn genau das ist Verzeihen: den Blick darauf zu richten, was künftig sein kann – und nicht darauf, was war.


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